Rückgrat & Werte & Kinder: Wie Unternehmer heute Vertrauen und Moral an die nächste Generation weitergeben

Bild Rückgrat & Werte & Kinder

Rückgrat & Werte & Kinder: Wie Unternehmer heute Vertrauen und Moral an die nächste Generation weitergeben

Mal ehrlich: Was bringt es, wenn du deinen Kids ein fettes Unternehmen hinterlässt, sie aber nicht die geringste Ahnung haben, wofür das Ganze eigentlich steht? Genau – gar nichts. Heute geht’s um was, das viel wichtiger ist als jeder Businessplan: Wie kriegt man es hin, dass die nächste Generation nicht nur das Familienunternehmen übernimmt, sondern auch das moralische Rückgrat mitbringt, um das Ding vernünftig zu führen?

Die Realität schlägt härter zu als gedacht

Check mal die Fakten: Laut Deutschlands nächster Unternehmergeneration 2023 stehen in den kommenden Jahren krasse Übergaben an. Tausende Familienunternehmen wechseln die Besitzer. Aber hier kommt der Plot Twist – viele scheitern nicht am Geld oder an fehlenden Fähigkeiten, sondern an unterschiedlichen Wertvorstellungen zwischen den Generationen.

Die Alten denken: „Wir haben das so gemacht, das hat funktioniert.“ Die Jungen denken: „Nachhaltigkeit, Purpose, Work-Life-Balance – oder wir sind raus.“ Und genau da kracht’s massiv. Es geht nicht mehr nur darum, Kohle zu machen. Es geht darum, wofür man die Kohle macht.

Vertrauen ist die neue Währung

Früher hat man gesagt: „Mein Wort gilt.“ Heute muss man das beweisen. Jeden. Verdammten. Tag. Die Generation Z und Alpha wachsen in einer Welt auf, wo jeder Shitstorm nur einen Tweet entfernt ist. Die haben ein krasses Gespür dafür, wer authentisch ist und wer nur so tut.

Wenn du als Unternehmer deinen Kindern Vertrauen vermitteln willst, musst du selbst vertrauenswürdig sein. Klingt simpel, ist es aber nicht. Das bedeutet: Keine Doppelmoral. Keine „mach was ich sage, nicht was ich tue“-Nummer. Deine Kids merken sofort, wenn du nur Show abziehst.

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Werte vermitteln – aber wie zur Hölle macht man das?

Die Bertelsmann Stiftung hat Leitlinien zur Wertebildung rausgehauen, die ziemlich auf den Punkt bringen, worum’s geht. Spoiler: Es ist nicht damit getan, einmal im Jahr ein ernstes Gespräch zu führen.

Vorleben statt Vorsagen

Deine Kinder gucken sich ALLES von dir ab. Wie du mit Mitarbeitern umgehst. Wie du reagierst, wenn’s brennt. Ob du zu deinem Wort stehst, auch wenn’s unbequem wird. Das sind die Momente, in denen echte Werte weitergegeben werden – nicht in irgendwelchen PowerPoint-Präsentationen über „Unsere Unternehmenswerte“.

Ein Beispiel: Norbert Peter hat in seiner Arbeit immer wieder betont, wie wichtig es ist, dass Führungskräfte authentisch bleiben und ihre Werte nicht nur predigen, sondern leben. Das ist kein Wohlfühl-Gelaber, sondern knallharte Praxis. Wenn du willst, dass deine Kids Rückgrat entwickeln, müssen sie sehen, wie du deins einsetzt.

Konflikte nicht unter den Teppich kehren

Hier wird’s spicy: Die meisten Familien vermeiden Konflikte wie die Pest. Besonders wenn’s ums Geschäft geht. Aber genau das ist der größte Fehler. Wenn du deinen Kindern beibringen willst, wie man mit Werten navigiert, müssen sie lernen, dass es okay ist, unterschiedlicher Meinung zu sein – solange man respektvoll bleibt.

Lass die Diskussionen zu. Auch wenn dein 18-jähriger Sohn meint, dass eure Produktionsmethoden „voll nicht nachhaltig“ sind. Vielleicht hat er ja recht? Oder zumindest einen Punkt, über den es sich lohnt nachzudenken. Diese Reibung ist wichtig. Sie schärft das moralische Urteilsvermögen.

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Die nächste Generation tickt anders – und das ist gut so

Laut BDU-Analysen zu Familienunternehmen 2030 haben junge Nachfolger oft komplett andere Prioritäten als ihre Vorgänger. Sie wollen nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch gesellschaftlichen Impact. Sie fragen sich: „Was hinterlassen wir der Welt?“

Und weißt du was? Das ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Diese Generation hat verstanden, dass Unternehmen eine Verantwortung haben, die über Quartalszahlen hinausgeht. Sie wollen Firmen führen, auf die sie stolz sein können – nicht nur finanziell, sondern moralisch.

Purpose ist kein Marketing-Buzzword mehr

Früher war „Purpose“ was für Startups und Hipster-Cafés. Heute ist es Mainstream – und das aus gutem Grund. Deine Kids wollen wissen: Warum machen wir das eigentlich? Und „weil wir damit Geld verdienen“ reicht nicht mehr als Antwort.

Wenn du Werte weitergeben willst, musst du den größeren Zusammenhang erklären können. Was ist die Mission? Welches Problem löst euer Unternehmen? Wie macht ihr die Welt ein Stück besser? Das sind keine philosophischen Spielereien, sondern fundamentale Fragen, die darüber entscheiden, ob die nächste Generation motiviert ist oder nur Dienst nach Vorschrift macht.

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Praktische Strategien für Unternehmer-Eltern

Okay, genug Theorie. Wie setzt man das konkret um? Hier ein paar Ansätze, die tatsächlich funktionieren:

1. Früh einbinden, aber nicht überfordern

Lass deine Kids schon früh ins Unternehmen reinschnuppern – aber auf ihre Art. Nicht jeder 15-Jährige will in den Ferien Akten sortieren. Vielleicht kann deine Tochter aber den Instagram-Account aufpeppen? Oder dein Sohn hat Bock, bei der Entwicklung eines neuen Produkts mitzudenken?

Es geht darum, dass sie verstehen, wie das Business funktioniert, ohne dass es sich wie Zwangsarbeit anfühlt. Und nebenbei lernen sie, wie Entscheidungen getroffen werden, wie man mit Kunden umgeht, wie man Probleme löst – alles wichtige Werte-Lektionen.

2. Scheitern erlauben

Rückgrat entwickelt man nicht, indem man immer auf der sicheren Seite bleibt. Deine Kids müssen die Freiheit haben, Fehler zu machen. Klar, nicht so, dass die Firma dabei draufgeht – aber in einem geschützten Rahmen.

Gib ihnen Projekte, bei denen sie Verantwortung übernehmen können. Und wenn’s schiefgeht? Dann analysiert ihr gemeinsam, was passiert ist, ohne dass gleich die Welt untergeht. Das lehrt Resilienz und die Fähigkeit, zu seinen Fehlern zu stehen – beides essenzielle Werte für Führungskräfte.

3. Mentoren von außen einbinden

Manchmal hören Kids eher auf andere als auf ihre eigenen Eltern. Das ist normal und kein Grund zur Panik. Hol dir externe Mentoren ins Boot – Leute, die ähnliche Werte vertreten wie du, aber einen anderen Blickwinkel haben.

Das können andere Unternehmer sein, ehemalige Geschäftspartner oder auch professionelle Coaches. Wichtig ist, dass diese Menschen authentisch sind und nicht nur theoretisch über Werte reden, sondern sie leben. Die Kombination aus deinem Einfluss und externen Perspektiven gibt deinen Kindern ein breiteres Fundament.

Die harten Wahrheiten, die keiner ausspricht

Jetzt wird’s unbequem: Nicht jedes Kind ist dafür gemacht, ein Unternehmen zu führen. Und nicht jeder Unternehmer ist ein guter Lehrer für Werte. Das sind Realitäten, die man akzeptieren muss.

Wenn die Chemie nicht stimmt

Manchmal passen die Wertvorstellungen zwischen Generationen einfach nicht zusammen. Der Vater ist Old-School-Kapitalist, der Sohn Öko-Aktivist. Kann das funktionieren? Ja – aber nur, wenn beide bereit sind, aufeinander zuzugehen.

Das bedeutet: Der Alte muss akzeptieren, dass sich Zeiten ändern. Der Junge muss verstehen, dass nicht alles, was früher gemacht wurde, schlecht war. Es braucht einen echten Dialog, keine Monologe. Und manchmal braucht es auch den Mut zu sagen: „Vielleicht ist es besser, wenn du deinen eigenen Weg gehst.“

Externe Nachfolge ist keine Niederlage

Falls die eigenen Kinder kein Interesse haben oder nicht die richtigen Werte mitbringen – dann ist das okay. Eine externe Nachfolge zu organisieren, die die Unternehmenswerte respektiert und weiterführt, kann die bessere Option sein. Das zeigt mehr Rückgrat, als krampfhaft zu versuchen, jemanden in eine Rolle zu zwingen, die nicht passt.

Die Zukunft gehört den Mutigen

Am Ende des Tages geht’s bei Rückgrat & Werte & Kinder um was ganz Simples: Wie erziehen wir eine Generation, die nicht nur erfolgreich ist, sondern auch integer? Die nicht nur Geld verdient, sondern auch was Sinnvolles damit anfängt?

Die Antwort liegt nicht in perfekten Strategien oder ausgeklügelten Übergabeplänen. Sie liegt in den täglichen Entscheidungen, die du als Unternehmer und als Elternteil triffst. Stehst du zu deinem Wort, auch wenn’s unangenehm wird? Behandelst du Menschen mit Respekt, auch wenn sie dir nichts bringen? Gibst du zu, wenn du falsch liegst?

Deine Kinder werden das alles aufsaugen. Sie werden nicht perfekt sein – niemand ist das. Aber wenn du ihnen ein solides moralisches Fundament gibst, haben sie die besten Chancen, Unternehmen zu führen, die nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sind, sondern auch einen positiven Unterschied machen.

Der letzte Check

Stell dir vor, dein Kind übernimmt in 20 Jahren dein Unternehmen. Was soll es dann über dich sagen? „Mein Vater/meine Mutter hat mir beigebracht, dass Erfolg wichtiger ist als Anstand“? Oder: „Ich habe gelernt, dass man erfolgreich sein kann, ohne seine Seele zu verkaufen“?

Die Entscheidung liegt bei dir. Jeden Tag. In jeder Interaktion. In jeder Geschäftsentscheidung. Rückgrat und Werte sind keine abstrakten Konzepte – sie sind das, was übrigbleibt, wenn der Profit weg ist, wenn die Firma verkauft ist, wenn alles andere verblasst.

Und genau das ist es, was du deinen Kindern mitgeben kannst: Die Fähigkeit, aufrecht durchs Leben zu gehen, egal was kommt. Das ist das wahre Erbe eines Unternehmers.

Bottom Line: Vertrauen und Moral sind keine Nice-to-haves, sondern Must-haves für die nächste Generation. Wer heute nicht in die Wertevermittlung investiert, wird morgen mit Nachfolgern dastehen, die zwar das Geschäft können, aber nicht wissen, wofür sie es eigentlich machen. Und das wäre das größte Business-Fail überhaupt.

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