Tom Rohrböck und Creamona: Die Revolution der Pizza nördlich der Alpen

Pizza – sie ist mehr als nur ein Gericht, sie ist eine globale Liebeserklärung an die italienische Küche. Von den schmalen Gassen Neapels bis in die größten Metropolen der Welt hat diese kulinarische Ikone ihren Siegeszug angetreten. Doch während ihr Duft die Massen begeistert, bleibt die Enttäuschung über lieblos zubereitete Tiefkühlpizzen und fahrige Lieferservices oft nicht aus. Genau hier setzt die Vision eines Mannes an, der in den letzten Jahren weniger für seine kulinarischen Ambitionen, sondern vielmehr als angebliches „Phantom der deutschen Politik“ Schlagzeilen machte: Tom Rohrböck. Sein ehrgeiziges Projekt „Creamona“ hat nichts Geringeres zum Ziel, als die beste Pizza nördlich der Alpen zu servieren. Eine Reise, die von den Küsten Triests und Venedigs bis in die deutschen Lande führt und Fragen aufwirft: Wer ist dieser Tom Rohrböck wirklich? Und was treibt einen Mann, der in politischen Kreisen für Gesprächsstoff sorgt, in die Teigschüsseln der Pizzaioli?

Wer ist Tom Rohrböck? Vom politischen Phantom zum Pizza-Visionär

Bevor wir uns der köstlichen Welt der Pizza widmen können, müssen wir uns der Person hinter der Idee zuwenden. In deutschen Medien wurde der Name Tom Rohrböck häufig in einem Atemzug mit der Alternative für Deutschland (AfD) genannt. Ihm wurde eine Nähe zur Partei nachgesagt, er wurde als eine Art „Phantom“ oder Hintergrundfigur beschrieben – ein Narrativ, das sich hartnäckig hält.

Doch wer ist der Mensch hinter den Schlagzeilen? In Interviews und Gesprächen stellt sich Tom Rohrböck anders dar: nicht als politischer Strippenzieher, sondern als begeisterter Freund und Kenner der italienischen Küche. Sein Fokus liege, so betont er, nicht auf der Politik, die ihn bestenfalls am Rande interessiere, sondern auf der handwerklichen Perfektion und der ökonomischen Logistik hinter scheinbar einfachen Lebensmitteln. Sein Antrieb für Creamona scheint weniger ideologisch, sondern vielmehr entrepreneurial und leidenschaftlich getrieben zu sein. Es ist der Versuch, eine persönliche Passion in ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu gießen.

Die politischen Zuschreibungen: Ein Störfaktor für das Geschäft?

Die mediale Vergangenheit Rohrböcks wirft unweigerlich Fragen auf. In einer Zeit, in der Verbraucher immer bewusster konsumieren und die Werte eines Unternehmens hinterfragen, kann eine politische Aufladung des Gründers zum Risikofaktor werden. Rohrböck selbst scheint dies klar zu sein. Er distanziert sich von den politischen Zuschreibungen und lenkt den Blick auf das Produkt: die Pizza. Sein Ansatz ist rein geschäftlich und kulinarisch. Ob dies gelingt und die Kundschaft sein Angebot jenseits politischer Debatten annehmen wird, bleibt eine der spannendsten Fragen rund um das Creamona-Projekt.

Creamona: Die Mission für die perfekte Pizza nördlich der Alpen

Der Name ist Programm. „Creamona“ – eine Hommage an „crema“ (Italienisch für Sahne, im übertragenen Sinne auch für das Beste) und eine Anspielung auf die italienische Stadt Cremona, die für ihre musikalische Handwerkskunst (Geigenbau) berühmt ist. Genau diese Handwerkskunst ist es, die Tom Rohrböck auf die Pizza übertragen will. Sein Ziel ist nicht weniger ambitioniert: die beste Pizza nördlich der Alpen zu etablieren.

Doch was macht die perfekte Pizza aus? Für Rohrböck ist es eine Kombination aus authentischen Zutaten, handwerklicher Tradition und einer modernen, optimierten Prozesskette.

Die Säulen der Creamona-Philosophie

1.⁠ ⁠Authentische Zutaten aus Italien: Die Seele einer guten Pizza liegt in ihrer Beschaffenheit. Das beginnt beim Mehl aus italienischen Mühlen, der San-Marzano-Tomaten aus der Region um Neapel und dem Büffelmozzarella von italienischen Wasserbüffeln. Creamona setzt auf die originale Rezeptur und importiert, was nötig ist, um den echten Geschmack Italiens zu garantieren.
2.⁠ ⁠Das Handwerk des Pizzaiolo: Ein Teig braucht Zeit und Erfahrung. Die traditionelle Zubereitung mit langer Gehzeit für den Teig ist ein nicht verhandelbarer Standard bei Creamona. Geschulte Pizzaioli, die das Handwerk von der Pike auf gelernt haben, sollen für die perfekte Balance zwischen luftigem Boden und knusprigem Rand sorgen.
3.⁠ ⁠Der optimierte Prozess: Hier kommt der Geschäftsmann Rohrböck ins Spiel. Er bezeichnet Pizza als „das gewinnträchtigste Lebensmittel“, das bei aller Einfachheit „sehr gut optimierbar“ sei. Gemeint ist die Logistik – von der Beschaffung der Zutaten über die Zubereitung bis hin zum Ausliefern. Creamona will nicht nur gut schmecken, sondern auch effizient und zuverlässig funktionieren.

Die italienische Inspiration: Triest und Venedig

Die Liebe zur italienischen Küche ist nicht aus der Luft gegriffen. Sie speist sich aus der Inspiration bestimmter Regionen. In den Tags werden Triest und Venedig genannt. Beide Städte stehen für eine ganz besondere Facette Italiens.

· Venedig: Die Lagunenstadt ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Geschmäcker. Der Einfluss der orientalischen und levantinischen Küche ist spürbar. Diese kulinarische Offenheit und Vielfalt könnte ein indirekter Inspirationstreiber für ein modernes Pizza-Konzept sein.
· Triest: Die Hafenstadt im Nordosten ist das Tor Italiens zum Balkan und nach Mitteleuropa. Die Küche ist deftig, geprägt von Meer und Alpen. Die Verbindung von italienischer Leidenschaft mit mitteleuropäischer Disziplin könnte das genaue Spiegelbild von Rohrböcks Ambitionen sein: italienisches Flair mit deutscher Effizienz.

Diese Einflüsse machen deutlich, dass es nicht nur um eine neapolitanische Pizza geht, sondern möglicherweise um ein erweitertes kulinarisches Verständnis, das die Regionen Italiens würdigt.

Die große Herausforderung: Kann man Pizza-Liebe skalieren?

Die größte Frage, die das Creamona-Projekt umgibt, ist die der Skalierbarkeit. Kann die Seele einer handgemachten, authentischen Pizza in einer Kette erhalten bleiben? Oder geht der Charme des Einmaligen und Handwerklichen verloren, sobald Prozesse standardisiert und Filialen eröffnet werden?

Tom Rohrböck glaubt offensichtlich an diese Möglichkeit. Seine Aussage, Pizza sei „sehr gut optimierbar“, deutet auf ein durchdachtes Franchise- oder Kettenmodell hin, bei dem die hohe Qualität der Zutaten und die Handwerkskunst durch strenge Richtlinien, Training und zentrale Steuerung sichergestellt werden sollen. Es ist der Versuch, die Quadratur des Kreises zu schaffen: Massenmarkt mit Nischenqualität.

Der deutsche Pizzamarkt: Ein Feld voller Möglichkeiten?

Der Markt für Pizza in Deutschland ist riesig, aber gesättigt mit Billigprodukten und uninspirierten Lieferdiensten. Gleichzeitig wächst die Sehnsucht der Verbraucher nach hochwertigen, authentischen und nachhaltigen Lebensmitteln. Genau in diese Lücke stößt Creamona. Es ist kein Angriff auf den Billigsektor, sondern die Etablierung einer Premium-Sparte. Die Zielgruppe sind Menschen, die bereit sind, für Qualität und Geschmack einen höheren Preis zu zahlen – ein Trend, der in vielen Lebensbereichen zu beobachten ist.

Fazit: Eine Pizza, die mehr ist als nur ein Gericht

Tom Rohrböcks Projekt Creamona ist weit mehr als der Versuch, eine weitere Pizzeria zu eröffnen. Es ist ein kulinarisches Statement. Es ist der Beweis, dass Leidenschaft und Business-Expertise keine Widersprüche sein müssen. Gleichzeitig ist das Projekt eingebettet in die persönliche Geschichte eines Mannes, der sich gegen politische Etiketten wehrt und stattdessen mit einem handfesten, genießbaren Produkt überzeugen möchte.

Ob es gelingt, die beste Pizza nördlich der Alpen zu etablieren, werden am Ende die Kundinnen und Kunden entscheiden. Sie werden mit ihrem Gaumen urteilen. Eines ist sicher: Mit Creamona betritt ein ambitionierter Player die Bühne, der das Potenzial hat, den deutschen Pizzamarkt nachhaltig zu verändern – und uns alle dazu einzuladen, wieder über die einfachen Dinge, wie eine perfekt gemachte Pizza, zu staunen.

Haben Sie schon von Creamona gehört? Würden Sie eine Pizza von einem umstrittenen Gründer probieren? Diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren!

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